Ushuaia und
Buenos Aires
Ein paar
Stunden bleiben uns bevor wir in den Flieger nach Buenos Aires steigen, was wir
nutzen, um uns das schöne Städtchen Ushuaia anzuschauen. Wir haben Glück, die
Sonne scheint.
Buenos Aires
erwartet uns dann mit 30°C im Schatten. Von 0 auf 30, Buffff! Im City Tower
Hotel ist unser Zimmer allerdings auf gefühlte 15° runtergekühlt, auch wieder
nicht gut. Unser Hotel liegt ganz nah am Plaza de Mayo mit dem
Regierungsviertel.
Wir planen
unseren Aufenthalt und buchen eine Bootstour durch die verzweigten Flußläufe
und über den Rio de la Plata, eine Stadtbesichtigungs-Tour, einen Bummel über
den riesigen Straßenmarkt in der Defensa, eine Tangoshow und einen Besuch in
dem bunten Hafenviertel La Boca, zu dem man immer ein Taxi nehmen sollte, denn
es führt durch recht unsicheres Gebiet.
Argentinien
leidet an einem Geldverfall bis zu 30 %. Da wundert es nicht, daß in der
Fußgängerzone „Florida“ an jeder Ecke die Touristen zum Wechsel von Pesos in
schwankungssichere Dollars aufgefordert werden. „Cambio, cambio, cambio“ und
beim Wechselkurs läßt sich handeln. Die
Straßen und Bürgersteige sind in einem erbärmlichen Zustand, wer den Blick nach vorne statt nach
unten richtet, riskiert einen Knöchelbruch und als wir in einem Minibus zu
unserer Bootstour quer durch die Stadt müssen, hüpfen wir auf unseren Sitzen
auf und nieder. Kaputte Stoßdämpfer sind hier nicht zu vermeiden. Dann aber ist
die Bootstour herrlich und als wir an den vielen Wochenendvillen mit eigenem
Bootssteg und den mit Luxus-Motoryachten gefüllten Bootshäfen vorbeigleiten,
erkennen wir, die Stadt ist wohl arm, aber es gibt auch sehr betuchte Bürger. Auf
den engen Fahrwassern tummeln sich am Wochenende Speedboot-Fahrer mit und ohne
Wasserskiläufer hintendran, Jetski-Raser, Ausflugsboote, Segelyachten,
Schwimmer und, da wo es breiter wird, sogar Skite-Surfer!!! Und nirgendwo
Verbotsschilder oder patrouillierende Wachboote.
Dafür ist
die Polizei in der Stadt sehr präsent. Trotzdem sollte man Nebenstraßen und
Spaziergänge nicht nur nach La Boca meiden. Das Highlight in Buenos Aires ist
dann der Besuch einer Tango-Show im „Homero Manzi“, in dem uns gleich vier Paare mit ihrer Tanzkunst
begeistern und auch die Musiker und Sänger sind ein Ohrenschmaus. Toller
Abschlußabend!
Nun war nur
noch der lange Flug (13 Stunden bis Frankfurt) zu überstehen, was erstaunlicherweise selbst mir
gelang, trotz sehr schlechter „Wegstrecke“
über dem Atlantik. Dagegen war die Fahrt über Buenos Aires‘
Straßenpflaster sanft! Aber mit vorsichtshalber eingesteckter Schlafpille und
ruhigerer Luft je mehr wir uns Europa näherten, waren auch mir noch ein paar
Stunden Ruhe gegönnt.
Fazit: Eine
unglaubliche Reise in eine Welt voller Magie und Faszination, von deren
Eindrücken wir noch lange zehren werden.
Christel und
Kirsten















































